Der Irrtum mit der Vergangenheit

Die Vergangenheit wird streng genommen jeden Augenblick  produziert und wächst aus unserer menschlichen Zeitschienensicht ständig. Sie ist ein Sammelsurium aller zeitlich zurückliegenden Ereignisse.

Vergangenes

Nun gibt es aber keine reale Vergangenheit. Wir haben nur Erinnerungen an die Vergangenheit. Die Vergangenheit ist eine reine Kopfsache. Sie ist nach jedem Augenblick unweigerlich vorbei und kann auch nicht wieder hergeholt werden. Nur leider sind diese Erinnerungen in Form von Mustern in unsere neuronalen Gehirnstrukturen eingebrannt. Zum Zeitpunkt der Erinnerung erfahren und empfinden wir diese in der Gegenwart. Eine rückwärtsgerichtete Empfindung der Muster in Richtung Vergangenheit ist nicht möglich.

Das Fatale daran ist, diese Muster beeinflussen trotz des Widerspruches ständig unser aktuelles Leben – und noch verzwickter wird es –, wenn wir uns dessen Einfluss aus der Vergangenheit nicht bewusst sind. Anders ausgedrückt, wir vermischen häufig die Erinnerung an die Vergangenheit mit unserem derzeitigen Leben, ohne dies zu erkennen zu können und nehmen es auch noch als gottgegeben hin.

Förderlich ist es für uns heute, wenn das Andenken an das Zurückliegende positiv unsere Gegenwart beeinflusst und Freude in uns erzeugt. Nur gibt es oft die umgekehrten Fälle. Die gesetzten Muster wie Konflikte, Zwänge, fehlender Selbstwert, Versagens- und Schulängste, Ungeliebt sein und Trennungen aus der Vergangenheit bohren ständig in uns. Wir erleben sie als Gegenwartsgeschehen und identifizieren  uns auch noch damit. Um frei leben zu können müssen wir endlich von dem Ballast des Vergangenheitsgeschehens loslösen.